|
Kataloganforderung
für Unterkünfte an der

Info-Telefon
Hohwachter Bucht Touristik
Tel. 0 43 81-90 55 0
Fax 0 43 81-90 55 55

English
|
Majestät hat einen Namen
(KD) Sechs Wochen nach dem Bürgervogelschießen in Lütjenburg ist die Namenslose Zeit der ersten Majestät der Lütjenburger Schützen-Totengilde von 1719 vorbei. Vor den Augen von 53 Gildebrüdern und Gästen, unter ihnen die Ehrenmitglieder Günter Bruhn und Siggi Klopp, der Gilderat mit 13 ehemalige Majestäten, trug sich der langjährige Gildebruder und Achtenmitglied, der Sonderbeauftragte für die Gestaltung der Tannenschlucht, Hartmut Rau, Klempner für Bau, Sanitär und Gasheizung, unter dem Namen > Hartmut, de Gill-Handwarker < in die Chronik und die Geschichte der Gilde ein.
Mit dem 1164 Schuss holte Gildebruder Jan Brodersen vom 1. Quartier beim Bürgervogelschießen im Juni den Rest vom Vogel herunter und machte mit dem Königsschuss den Gildebruder Hartmut Rau zur neuen Majestät der Lütjenburger Gilde. Sein Name wurde im Goldenen Buch von folgenden Spruch begleitet:
„Een Kerl, vun echtem Schrot un Korn, - so steiht uns Majestät dor vörn.
Sein Handdruck, man, de tügt vun Kraft, - bi´d Handwark steiht he vull in Saft.
Un doch – de mehrsten seht dat nich – een Traan löppt över sien Gesicht.
Wenn so een Kerl, so groot un stark, - sien Glück vun Harten wiesen mag,
denn weet de heele Gill tohopen: - „Uns Scheetlist het den rechten dropen.“
Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Könige bestätigten auch die Anwesenden als Zeugen diese Prozedur.
Mit den Worten „das bisherige Leben als Majestät, in den ersten 38 Tagen, hat mir sehr gefallen wenn dann die weiteren 374 Tage auch so sind,“ erläuterte Majestät Hartmut, in einem kurzen Beitrag sein Gildejahr. „Ich bin richtig stolz, Eure Majestät zu sein“ so die I. Majestät unter dem Beifall der Anwesenden. „Es ist nicht altmodisch wenn du stolz bist Majestät zu sein“, entgegnete Oberst Strehlow. Wie wichtig das Goldene Buch der Könige für die Gilde und die Stadt ist, konnten sich alle Gildebrüder an diesem abend überzeugen. Es ist das Geschichtsbuch der Gilde und damit auch das der Stadt. Man kann darin lesen, wer wann König war, welchen Beruf er hatte, ob Selbstständiger, Kaufmann, Angestellter, Polizeibeamter oder Bürgermeister. So dauerte die Unterschrift bei vielen etwas länger, da viele erst einmal in der Vergangenheit blätterten.
Von seinem Vorgänger „Stephan, de Weltenkenner“ und jetzigen II.Majestät gab es den Königsbecher. Damit die III.Majestät nicht in einen Abgrund fiel, wurde sie traditionsgemäß vom Vorsitzenden des Gilderates, Jürgen Langholz , in den Gilderat aufgenommen.

Majestät Hartmut Rau beim Eintrag ins Goldene Buch der Könige
|